ABS, ASR und ESP: Unterschiede einfach erklärt

ABS, ASR und ESP sind die drei elektronischen Helfer, die in fast jedem Auto arbeiten, meist ohne dass man sie bemerkt. Sie nutzen dieselben Raddrehzahlsensoren und dasselbe Hydraulikaggregat, haben aber unterschiedliche Aufgaben. Diese Übersicht erklärt kurz die Unterschiede und verlinkt die ausführlichen Artikel.

Der Unterschied auf einen Blick

System Wann es eingreift Was es verhindert Wie es eingreift
ABS (Antiblockiersystem) beim Bremsen blockierende Räder, das Auto bleibt lenkbar senkt und erhöht den Bremsdruck an einzelnen Rädern viele Male pro Sekunde
ASR (Antriebsschlupfregelung) beim Anfahren und Beschleunigen durchdrehende Antriebsräder nimmt Motorleistung zurück und bremst das durchdrehende Rad ab
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) in Kurven und bei Ausweichmanövern Schleudern durch Über- oder Untersteuern bremst gezielt einzelne Räder und reduziert die Motorleistung

Die Systeme bauen aufeinander auf: ASR nutzt die Sensoren und die Hydraulik des ABS, und ESP nutzt beides und ergänzt Sensoren für Lenkwinkel, Drehrate und Querbeschleunigung. Deshalb hat ein Auto mit ESP immer auch ABS und ASR.

Die Artikel im Detail

Die Physik dahinter

Warum ein rutschendes Rad schlechter bremst und lenkt als ein rollendes, hat mit Reibung und Trägheit zu tun. Die Grundlagen stehen in Das Trägheitsgesetz und Das 2. newtonsche Gesetz. Mit dem Kraft-Rechner können Sie ausrechnen, welche Kraft beim Bremsen auf ein Auto wirkt.