RSA-Rechner: Schlüssel erzeugen und Schritt für Schritt verschlüsseln

Mit diesem Rechner erzeugen Sie ein RSA-Schlüsselpaar aus zwei kleinen Primzahlen und ver- und entschlüsseln eine Zahl. Jeder Zwischenschritt wird angezeigt: das Modul n, die eulersche Phi-Funktion, der private Exponent d und die beiden Potenzrechnungen. Alles läuft in Ihrem Browser, nichts wird übertragen.

RSA mit kleinen Zahlen

Nur zum Lernen: Echte RSA-Schlüssel haben mindestens 2048 Bit, also über 600 Dezimalstellen.

Die Schritte

  1. Zwei verschiedene Primzahlen p und q wählen.
  2. Das Modul berechnen: n = p · q.
  3. Die Phi-Funktion berechnen: φ(n) = (p − 1) · (q − 1).
  4. Einen öffentlichen Exponenten e wählen, der mit φ(n) keinen gemeinsamen Teiler hat. In der Praxis ist das fast immer 65537.
  5. Den privaten Exponenten d berechnen, sodass e · d mod φ(n) = 1 ist (erweiterter euklidischer Algorithmus).
  6. Verschlüsseln: c = me mod n. Entschlüsseln: m = cd mod n.

Beispiel

Voreingestellt ist das klassische Lehrbuchbeispiel: p = 61 und q = 53 ergeben n = 3233 und φ(n) = 3120. Mit e = 17 ist d = 2753, denn 17 · 2753 = 46801 = 15 · 3120 + 1. Die Nachricht m = 65 wird zu c = 6517 mod 3233 = 2790 verschlüsselt, und 27902753 mod 3233 ergibt wieder 65.

Warum ist RSA mit echten Schlüsseln sicher?

Wer n kennt, könnte p und q durch Faktorisieren finden und daraus d berechnen. Bei n = 3233 geht das im Kopf. Echte RSA-Schlüssel haben aber mindestens 2048 Bit, n hat dann über 600 Dezimalstellen, und kein bekanntes Verfahren kann eine solche Zahl auf klassischen Computern in brauchbarer Zeit zerlegen. Quantencomputer könnten das in Zukunft ändern, deshalb wird an Post-Quanten-Kryptographie gearbeitet.

Ausführlich erklärt, mit Padding und Signaturen, im Artikel RSA-Verschlüsselung einfach erklärt. Alle Artikel zum Thema in Verschlüsselung und IT-Sicherheit.